Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Archiv für März, 2015

Monopol für uns, Wettbewerb für die!

Monopole werden geschützt statt Wettbewerb zu schützen. Der momentane Rechtsrahmen wird in keinem Maße den neuen Bedingungen gerecht

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer-Verlages [Dauerhaft archivierte Version]

Kurzkommentar

Diese Worte spricht der gleiche Mathias Döpfner, der vor noch gar nicht so langer Zeit bei jeder Gelegenheit das Blaue vom Himmel heruntergelogen hat und viel Aufwand für Abgeordnetenverdummungsarbeit in den Dunkelkammern des Reichstags getrieben hat — und das alles nur, damit ein Gesetz geschaffen werde, dass die Privilegien eines früheren Oligopols von Presseverlegern per Gesetz in eine Zeit festschreibt, in dem nahezu jeder Mensch mit preiswerten Geräten Informationen kopieren und verbreiten kann: Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Für die von ihm selbst vertretenen wirtschaftlichen Interessen ist dem Herrn Döpfner kein Schutz schwach genug, und wenn er auch das ganze deutschsprachige Internet mit zusätzlicher Rechtsunsicherheit und teuren juristischen Unwägbarkeiten erstickt. Zum Glück erledigt sich das Problem langsam von selbst, weil die zeitungslesende Generation ganz einfach ausstirbt… aber dieser Prozess ist ein wenig zu langsam.

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Computerbild.de hat rausgekriegt, dass es Browser gibt!

Screenshot Computerbild.de -- Schlagzeile -- Opera, Pale Moon, SeaMonkey und Co: Der Internet Explorer ist tot: Interessante Browser-Alternativen im Überblick -- Microsoft stellt die Weiterentwicklung des Internet Explorers ein. Für Fans des alten Microsoft-Browsers hat Computerbild lohnenswerte Alternativen herausgesucht

Ich gratuliere der bekannten Fachzeitschrift „Computerbild“ zu ihrer gülden glitzenden journalistischen Glanzleistung, mit sicherlich großem Aufwand recherchiert zu haben, dass es inzwischen mehrere so genannte Webbrowser gibt und dass man deshalb nicht auf den von Microsoft zu Windows mitgelieferten Browser angewiesen ist und gehe ansonsten wortlos von dannen, damit ich hier nicht auch noch mit ätzendem Spott beginne…

Quelle des Screenshots: Internet


Internet der Dinge für Flugzeuge

Wenn Flugzeuge künftig mit Internet ausgerüstet sind, sollten wir einen Kommunikationskanal zur Bodenkontrolle außerhalb des Cockpits einrichten […] Die Bodenkontrolle sollte durch Internet-Kameras ins Flugzeug schauen können […] Auch die Bodenkontrolle muss künftig in der Lage sein, Cockpit-Türen über das Internet von außen zu öffnen

Thomas Jarzombek, CDU, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Digitale Agenda, Mitglied im Verkehrsausschuss. Sollte der in meinen Augen leider sehr wahrscheinliche Fall eintreten, dass der von Fefe referenzierte Newsticker eines Presseproduktes in Kürze aus dem Netz verschwindet oder hinter einer Paywall gesteckt wird, ist hier ein Link auf eine dauerhaft archivierte Version der Quelle.

Der Alarmknopf verleiht der (jetzt schon halb verhungerten) Hoffnung Ausdruck, dass Herr Jarzombek nicht auch noch beabsichtigt, dass in Zukunft auch ein Sinkflug von außen über das Internet eingeleitet werden könne.