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Beiträge mit Schlagwort “LKA Niedersachsen

Qualitätsprüfung für Virenschutzprogramme

Installieren Sie ein gutes Virenschutzprogramm auf jedem Internetgerät! Wir empfehlen kostenpflichtige Virenschutzprogramme, weil diese leistungsfähiger sind!

Präventionsportal der Polizei Niedersachsen

Ohne Worte. Aber mit einem Platscher.

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Linkerlaubnisantrag im Referat II abholen…

Unser Link auf Ihrer Internetseite?

Sie möchten uns gerne mit einem Link auf Ihrer Webseite einbinden?

Dies können Sie gern machen. Wir bitten jedoch um eine kurze Rückmeldung Ihrerseits an die oben genannte E-Mail-Adresse mit dem Hinweis, auf welcher Seite Sie www.polizei-praevention.de einsetzen möchten.

Vielen Dank.

Impressum der Website „Ratgeber Internetkriminalität“ des Landeskriminalamtes Niedersachsen (Dauerhaft archivierte Version)

Never ending double facepalmKommentar

Der Alarmknopf gratuliert den Polizeibeamten des Landeskriminalamtes Niedersachsen zu ihrer alles in allem gelungenen (und vermutlich sehr nötigen) Aufklärungsarbeit über das gefährliche Vorgehen der Kriminellen im Internet und sieht gern über kleinere Schwächen in den Artikeln hinweg.

Der Alarmknopf bekopfschüttelt die freundliche Aufforderung der Polizei, jede Linksetzung mit einer E-Mail mitzuteilen und ist ein wenig darüber verwundert, ob eine Bearbeitung solcher Mitteilungen für jeden gesetzten Link — falls Menschen dieser freundlichen Aufforderung des LKA Niedersachsen überhaupt Folge leisten — nicht viel Personal binden würde, das dann in der eigentlichen Polizeiarbeit fehlte.

Der Alarmknopf kann allerdings sehr gut verstehen, dass die Betreiber einer solchen Website einen Eindruck von der Verlinkung im Web erhalten wollen. Sollte wirklich jeder gesetzte Link mit einer E-Mail mitgeteilt werden, und sollte durch diesen eher sinnfreien Schriftverkehr viel Personal gebunden werden, so ist der Alarmknopf auch gern bereit, dem LKA Niedersachsen preiswerte oder kostenlose Hilfsmittel zu empfehlen, um die Referer in der Logdatei des Webservers auszuwerten, falls diese Kompetenz beim LKA Niedersachsen zurzeit fehlen sollte.

Der Alarmknopf wird allerdings davon absehen, den hier gesetzten Link auf das Impressum einer Website mit einer E-Mail an die Betreiber mitzuteilen. Er bekommt nämlich gerade seine Hand nicht mehr aus dem Gesicht.

Von einer Belästigung der Blindfische durch Landeskriminalämter wird noch einmal abgesehen. 😉


Skandal! Polizei wirbt für Kinderpornografie

Screenshot Bild.de: Trotz der Panne bei Ermittlung zu einer vermeintlich kinderpornografischen Seite will das niedersächsisches Innenministerium an Internetfahndungen via Facebook festhalten. Wir müssen sicherstellen und das wird die Polizei auch tun, das so etwas in Zukunft nicht wieder vorkommen wird, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Hannover. Anch anderweitige Änderungen, etwa durch weitere Schulungen für die Beamten, seien nicht geplant. Zu der Panne am Sonntag war es gekommen, weil bei den Beamten zahlreiche Hinweise auf der Seite eingegangen waren. Daraufhin posteten die Fahnder, dass die Ermittlungen bereits angelaufen seien und erwähnten dabei auch die Adresse der Seite.

So hätte die springersche Bildzeitung mutmaßlich getitelt, wenn eine solche Panne nicht unter ihrem stammtischrelevanten Hardliner-Liebling Uwe Schünemann passiert wäre, sondern unter einem weniger von der Axel Springer AG geliebten Innenminister. Natürlich hätte sie auch Verharmlosungen wie „vermeintlich kinderpornografisch“ weggelassen, und nicht von einer „Panne“, sondern von einem „Skandal“ zu sprechen — nicht ohne den Namen des bei der Axel Springer AG weniger beliebten Politikers deutlich in der Überschrift zu erwähnen, zusammen mit eindeutigen sprachlichen Markern der Inkompetenz, Nachlässigkeit und Untragbarkeit. Vor allem, wenn sich nach einem derartigen Versagen eine Sprecherin hingestellt hätte und fröhlich ins Mikrofon palavert, dass dieses Versagen in der Internetarbeit der niedersächsischen Polizei keinerlei Konsequenzen für die Ausbildung der damit beauftragten Beamten haben wird.

Aber es war ja Uwe Schünemann, einer der Lieblinge des Blutblattes aus der Axel Springer AG, da wird mit gnädigem Blick über ein derartiges Versagen der Polizei hinweggesehen.

Und es ist ein Versagen, wenn die Polizei in ihrer Internetarbeit derartige Hinweise auf Websites mit möglicherweise (es war ja noch während der Ermittlungen) kinderpornografischem Material veröffentlicht. Ein Versagen, das deutlich macht, dass man — übrigens oft mit Arbeit überlastete — Polizeibeamte nicht „mal eben so nebenbei“ und ohne besondere Schulung damit beauftragen kann, von Bürgern gegebene Hinweise in einem Facebook-Profil zu bearbeiten und darauf kommunikativ angemessen zu reagieren. Ich bin mir sicher, dass jeder Polizeibeamte, der Texte für Steckbriefe und Presseerklärungen schreibt, auch hierzu ausgebildet wurde, damit die dabei entstehenden Texte rechtssicher und sachgerecht sind. Nur für das Internet scheint man es im niedersächsischen Innenministerium nicht für nötig zu befinden, für diesen Zweck geschulte Beamte einzusetzen. Weil man mutmaßlich das Internet trotz seiner durchaus beachtlichen Reichweite für „relativ unwichtig“ hält, weil die tollen „Facebook-Polizisten“ des Herrn Schünemann wohl nichts weiter als ein populistisches Strohfeuer ohne hierfür erarbeitetes Konzept sind, das vor allem wegen seiner Reklamewirkung mit möglichst geringem materiellen und personellen Aufwand entfacht werden sollte.

Diese Idee des Herrn Schünemann ist jedenfalls gescheitert.

Übrigens: Wenn ich die URL einer Website mit kinderpornografischen Inhalten hier veröffentlichte und mir dabei über die Möglichkeit derartiger Inhalte bewusst wäre, machte ich mich strafbar. Am LKA Niedersachsen sind diesbezügliche Ermittlungen noch einmal vorbeigegangen, denn die fragliche Website enthielt kein strafrechtlich relevantes Material. Das war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der URL allerdings noch nicht bekannt.

Quelle des Screenshots: Internet