Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

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Online und mobil

Deutsche Zeitungen erreichten gedruckt, online und mobil derzeit mehr Menschen als je zuvor, betonte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen (Kölnische Rundschau), zum Auftakt des Zeitungskongresses 2013 am Montag in Dresden

Heise Online — Zeitungsverleger: „Magna Carta der Telekommunikation“ für Freiheitsrechte beim Netzzugang

Kurze Anmerkung

Kann der werte Herr Heinen seinen eingeschläfertern Zuhörern einmal erklären, was der Unterschied zwischen diesem „Online“ und diesem „Mobil“ ist, oder hat er sich im #Neuland ein bisschen verlaufen…

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Auffindbarkeit durch Suchmaschinen = Ladendiebstahl

Sie sind also auch dafür, Ladendiebstahl zu legalisieren?

Tweet des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger

Ohne viele Worte. Dass diese Lügner es in ihrer durchschaubaren Propaganda mit den Fakten nicht ganz so genau nimmt, ist nicht gerade eine Neuigkeit — da kann man auch solche dummdreisten Kriminalisierungen versuchen.

[via Netzpolitik]


Debatte mit Fakten

In der Auseinandersetzung um das geplante Leistungsschutzrecht ermuntern die Verlegerverbände BDZV und VDZ den Suchmaschinenkonzern Google zu einer „Debatte mit Fakten und weniger mit Angstszenarien“. Kay Oberbeck, Sprecher von Google Deutschland, hatte in einem Beitrag vor einem „schweren Schaden“ für die Wirtschaft gewarnt.

Gegenüber MEEDIA monieren die Verbände die Darstellung Oberbecks, Google habe über das AdSense-Angebot im vergangenen Jahr sieben Milliarden Dollar an Verlagsseiten ausgeschüttet. „Leider sind diese sieben Milliarden bislang nicht bei den Verlagen angekommen. Wir bitten um erneuten Versuch der Überweisung“, entgegnen die Verbands-Sprecher.

Meedia — LSR: Verlegerverbände fordern „Debatte mit Fakten“

Kurzkommentar:

Einen Fakt bin ich gern bereit, den allerwertesten Verlegern zu liefern. Diese müssen mir dazu nur eine einzige Frage beantworten. Das Folgende ist ein Screenshot des deutschsprachigen Angebotes von Google News, mit abgeschaltetem Adblocker vor wenigen Minuten von mir angefertigt (für eine Ansicht in Originalgröße bitte auf das Vorschaubild klicken):

Screenshot Google News

Wo, ihr Allerwertesten, seht ihr in dieser Zusammenfassung eine AdSense-Reklame? Ich sehe dort jedenfalls nur Reklame für eure „qualitätsjournalistischen“ Angebote in Form von Links auf eure mit Reklame aller Art bis zur Unbenutzbarkeit durchtränkten Websites. Und wenn ihr diese Reklame aus einem für mich nicht nachvollziehbaren Grund nicht wollt, schreibt bitte wie jeder zivilisierte Teilnehmer am Web eine robots.txt und hört auf mit euren unseriösen Google-Manipulationen, deren innewohnende Botschaft das genaue Gegenteil eurer verlogenen Worte zur Politikmanipulation ist.


Offener Brief an die Zeitungsverleger

Zitat Heise Online:

Kompromiss im Streit um Tagesschau-App gescheitert

Im Streit um die Internet- und Mobilaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender sind die Bemühungen um einen Kompromiss zwischen ARD/ZDF und den Verlegern gescheitert. Die Zeitungsverleger wollen den Disput nun wie geplant vom Landgericht Köln klären lassen, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Montag in Berlin mit.

[…] In dem Streit geht es um die Frage, ob die Tagesschau-App zu viel Textbeiträge enthält und damit als „presseähnliches Erzeugnis“ gelten muss.

Offener Brief an die Zeitungsverleger

Werte Damen und Herren vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger,

ich mag sie gar nicht erst mit langen Umschweifen langweilen, sondern komme gleich zur Sache, damit der Brief auch schön kurz bleibe: Was ist in ihren Augen der technische, inhaltliche, journalistische oder sonstige Unterschied zwischen der textuellen Darstellung der Meldungen der Tagesschau-Redaktion in einer eigens dafür geschaffenen, über das Internet befüllten so genannten „App“ und der ebenfalls möglichen textuellen Darstellung der Meldungen der Tagesschau-Redaktion in einem auf dem mobilen Computer laufenden Webbrowser? Oder ist es vielleicht gar so, dass sie selbst keinen derartigen Unterschied sehen und dass sie folglich sogar ernsthaft der Meinung sind, dass die von beinahe allen Menschen bezahlten und aufwändig erbrachten journalistischen Leistungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überhaupt nicht im Internet zur Verfügung stehen sollten?

An der Antwort auf diese relativ einfache Frage werden viele Menschen sehr interessiert sein, deshalb lassen sie diese doch bitte gleich als Presseerklärung über ihren Standardverteiler herausgehen. Ich bekomme sie schon rechtzeitig mit, um sie gegebenenfalls hier im Alarmknopf zu würdigen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Nachtwächter
(dem die Dummheit in der Contentindustrie immer noch weh tut)