Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Geheimdienste

Total verstrahltes Atominternet

Das Internet ist Realität und anderes als bei der Atomkraft gibt es keinen Ausstieg aus dieser Technik mehr

Hans-Georg Maaßen, Präsident des BRD-Inlandsgeheimdienstes „Bundesamt für Verfassungsschutz“

Ganz kurz nur (satirehaltig)

Dafür, dass es aus dieser Technik keinen Ausstieg mehr gibt, entstehen zum Ausgleich beim Betrieb dieses Internets auch keine schwierig zu lagernden, weit über jedes historische Maß von Zeit hinaus hoch problematischen Abfälle wie bei der Atomkraft. Die einzigen Abfälle im Zusammenhang mit dem Internet, die zurzeit zur Vermeidung größerer Schäden für die gesamte Bevölkerung der BRD umgehend, schnell und sicher endgelagert werden müssten, sind einige zehntausend total verstrahlte, verbeamtete Großkopferte aus der BRD-Staatsverwaltung und den BRD-Geheimdiensten sowie einige Taugenichtse von Berufspolitikern, die innerhalb der demokratorischen Parteibetriebe in viel zu angesehene und mit Machtfülle ausgestattete Positionen gelangt sind. Da dieser Politmüll im Gegensatz zum so genannten „Atommüll“ eine erfreulich geringe Halbwertzeit hat, kommt es schon in weniger als siebzig Jahren zu einer vollständigen biologischen Lösung des Politmüllproblems, so dass die Politmüll-Endlagerung vergleichsweise preiswert zu haben ist. Angesichts des gedankenkontaminösen Charakters dieser völlig verstrahlten Beamten und Politiker ist jedoch für eine vollständige Isolation Sorge zu tragen, etwa in einem unterirdischen Realpolitik-Erlebnisendlagerpark mit mindestens fünf Meter dicken Betonwänden. Tonbandaufnahmen der dort gehaltenen Reden können über das Internet gestreamt werden, so dass sie weiterhin Satirikern und Psychiatern zur Verfügung stehen.

Ach ja, da hats geplatscht

Danke, Detlef Borchers, für die Formulierung „Ein bizarres Referat hielt schließlich Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen“!


Selbst schuld, wer nicht verschlüsselt!

Schindler versuchte zu beschwichtigen: Die meisten europäischen Behörden und auch fast alle Diplomaten aus der EU würden nicht über offene E-Mails kommunizierten. Schon Verbindungen über ein sogenanntes „Virtual Private Network“ (VPN) würden zudem ein Abfangen von Mails durch den BND verhindern

Gerhard Schindler, Präsident des BRD-Geheimdienstes „Bundesnachrichtendienst“, indirekt zitiert in Spiegel Online — „Spionageaffäre: BND kann Daten-Weitergabe an NSA nicht rekonstruieren (Hier eine dauerhaft archivierte Version des Artikels)

Ganz kurz nur

Ich erspare mir die ausführliche Anmerkung und weise nur ganz kurz darauf hin, dass die vom Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland garantierten Grundrechte wie das Postgeheimnis und das Fernmeldegeheimnis auch dann Gültigkeit haben, wenn man seine Briefe nicht mit Zaubertinte verfasst und wenn man seine Telefonate nicht in einer privaten Kunstsprache führt. Herr Gerhard Schindler offenbart in seiner Einlassung ein Rechtsverständnis, das Geist und Buchstaben des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland entgegengesetzt ist, er bekennt sich mit seinen Worten offen als jemand, der aktiv daran mitarbeitet, dass die Gültigkeit dieser provisorischen Verfassung aufgehoben wird.

Gerhard Schindler, Obermacker des Auslandsgeheimdienstes der BRD, ist ein bekennender Gegner der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Darüber hinaus hat er sich nach §99, Abs. 2, Punkt 1 des Strafgesetzbuches mindestens ein Jahr „Urlaub“ im Gefängnis verdient, wenn die Idee des Rechtsstaates in der Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch eine Bedeutung hat.

Ich befürchte allerdings folgendes: Weder der bekennende Verfassungsfeind und Auslandsagent Gerhard Schindler noch eine jener Gestalten aus der Classe politique, die diese fragwürdige Gestalt in Amt und Würden gebracht haben, wird in irgendeiner Weise zur Verantwortung gezogen werden. Es ist in der BRD ja auch niemand für den kriminell eingesetzten, verfassungsfeindlichen Staatstrojaner zur Verantwortung gezogen worden, sondern die „Affäre“ — was für ein Wort für klandestin durchgeführte Staatskriminalität! — wurde schön wieder vergessen.

Ja, ich möchte fast sagen: Die Deutschen hat an der DDR doch so richtig nur gestört, dass es dort keine Bananen gab, mit den anderen Dingen hatten sie weniger Probleme. Und in der BRD, in der es so viele Bananen gibt, dass man den Geschmack gar nicht mehr aus dem Mund bekommen kann, stört sich niemand an Totalüberwachung durch freidrehende Geheimdienste im Rechtsfreien Raum.