Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

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Taliban

Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt

Christoph Keese, Geschäftsführer des Axel-Springer-Verlages, im Dezember 2012

Aber inzwischen haben sie ja ihre Meinung ein bisschen geändert, Herr Keese, weil diese mörderischen, terroristischen Taliban names Google sie sonst einfach nicht mehr dort verlinkt hätten, wo ein Großteil ihrer Leser herkommt, die sie eben nicht lesen, weil sie Produkte wie „Die Welt“ so toll finden, dass sie dort jeden Tag vorbeischauen. Ich wünsche ihnen eine gute Gesellschaft von anderen Blend- und Blindrednern im Aquarium der Blindfische.

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Das tun Presseverleger niemals!

Wir blicken in eine düstere Zukunft. So sieht es aus, wenn Netzmonopolisten Politik machen. Mal eben die Homepage zu benutzen, um Stimmung für die eigene Sache anzufachen – das würden sich die Verlage niemals leisten. Wenn sie es täten, würde ein Sturm der Empörung über sie hereinbrechen. Zu Recht! Googles Monopolisten-Meinungsmarkt dagegen wird durch nichts kontrolliert. Plattformregulierung, Pressekodex, Pressegesetze – alles Fehlanzeige.

Christoph Keese, Lobbyist für die Axel Springer AG

Ganz kurz nur

Die offenen Lügen des Herrn Keese werden durch die Penetranz ihrer gebetsmühlenhaften Wiederholung nicht wahrer — nur noch ein bisschen lächerlicher dadurch, dass er Betreiber von Websuchmaschinen inzwischen als Taliban betitelt und damit als irrational-religiöse Mörder- und Terroristenbande.

Die Verlage würden es sich niemals leisten, ihre Publikationsstruktur für Propaganda in eigener Sache zu benutzen? Interessant! Und für eine Websuchmaschine sollen Richtlinen und Gesetze für die Presse gelten? Zum Beispiel dieser ominöse Pressekodex, den die Bildzeitung als wohl bekanntester „qualitätsjournalistischer“ Auswurf der Axel Springer AG vermutlich jeden verdammten Tag mit ihrer emotional manipulativen Blutberichterstattung ignoriert? Interessant! Warum nicht auch gleich noch hinterher für ein Telefonbuch? In Deutschland sind schon Leute für viel geringere Realitätsverluste zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen worden. Die waren allerdings auch keine hochbezahlten Propaganda- und Lügenmietmäuler für die Verlegerbrut.

Nachtrag, 21:15 Uhr

Von Heribert Prantl bei der Süddeutschen bis Michael Hanfeld bei der FAZ scheint kein Journalist ein Problem damit zu haben, dass die eigene Branche und ihr Gesetzesvorhaben von einem Lügner vertreten werden.

Das glauben Sie nicht? Warum wird dann sonst nirgends — lassen Sie mich das wiederholen: nirgends –, in keinem Artikel von SZ über Zeit bis FAZ, darauf hingewiesen, dass auf Seiten der Befürworter des geplanten Leistungsschutzrechts immer wieder gelogen wird? Diese Tatsache scheint den Kämpfern für die Presse keinen Halbsatz wert zu sein.

neunetz.com: Axel-Springer-Lobbyist Christoph Keese lügt — Bitte dort weiterlesen…


Christoph Keese: Lügen, bis sich die Balken biegen!

Sehr gern würden die Verlage auf eine Möglichkeit zurückgreifen, von Suchmaschinen und Aggregatoren nur indexiert und vielleicht mit einer Überschrift zitiert zu werden. Doch genau diese Differenzierungsmöglichkeit bietet Google wie die allermeisten anderen Aggregatoren nicht an

Christoph Keese, Lobbyist der Axel Springer AG [archivierte Version | Zitat bei Stefan Niggemeier]

Kurzkommentar

Der Herr Keese, der hier so tut, als würde Google Meta-Angaben oder eine robots.txt ignorieren, spricht für einen Verlag, der mit offener Google-Manipulation dafür sorgt, dass Googles Bot deutlich mehr Inhalte als ein menschlicher Leser sieht. Und der will sagen, dass er für Verlage spricht, die „nur mit einer Überschrift“ zitert werden sollen? Unfassbar schlechtes Lügen, Herr Keese!

Aber ich hätte von der Axel Springer AG auch nichts anderes erwartet.


Gutsherren 2.0 haben ein Recht auf Verlinkung und Bezahlung für die Verlinkung

Der Gesetzentwurf macht sehr deutlich, dass Snippets vom Leistungsschutzrecht umfasst sein sollen […] Die Stellungnahme von Herrn Rohleder könnte als Drohung eines Delistings durch den Marktbeherrscher Google zu verstehen sein für den Fall, dass Verlage ihre legitime Forderung nach Vergütung ihrer in Anspruch genommenen Leistungen aufrechterhalten. Beim Aussprechen solcher Drohungen ist es ratsam, das Wettbewerbsrecht im Auge zu behalten.

Christoph Keese, Lobbyist für die Axel Springer AG

Ohne Worte.