Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Warum?

Weil solche Leute wie diese Spezialexpertin Brigitte Zypries (SPD)…

…in der Bundesrepublik Deutschland über die Entwicklung des Internet entscheiden. Und weil solche Spezialexperten nicht müde werden, ihren medial verstärkten Mund aufzureißen und einen unfassbaren Bullshit aus demselben zu entlassen.

Nicht, weil es sich lohnt, mit ihnen zu reden. Die verstehen unter Reden das Brabbeln von Schwachsinn, den sie selbst nicht verstehen — und vermutlich gilt das auch für Themenfelder, in denen ich mich zufällig weniger gut auskenne. Und sie verstehen darunter das Zurückweisen jeder qualifizierten Äußerung. Sie wollen nicht reden in dem Sinne, dass eine Erwiderung auch nur möglich wäre. Sie wollen nur selbst reden. Um damit die gewaltsame Durchsetzung ihrer Beglückungsideen zu begleiten. Sie lieben ihre eigene Stimme, auch wenn nur geistiger Dünnpfiff aus dem Munde quillt. Und sie lieben ihre eigene Macht, auch wenn diese nur zerstört.

Nein, die haben sich für die Kommunikation im Internet disqualifiziert.

Alle miteinander. Endgültig.

Aber für alle anderen Menschen entsteht hier ein gut durchsuchbares Archiv, wie durch Medien, Unternehmen, Interessenverbände und Politiker über das Internet geredet wurde und wird. Der Name (bei Personen der gebräuchliche Vorname zusammen mit dem Nachnamen) wird dabei als Tag verwendet, und die verwendeten Kategorien erklären sich selbst. Jedes Zitat im Alarmknopf ist mit einer Quelle belegt. Die Quellen sind — wenn es sich um Internet-Quellen handelt — häufig (bei Zeitungen, Fernsehsendern und ähnlichen Internetmitgestaltern, die dafür bekannt geworden sind, dass sie ihre Inhalte einfach irgendwann verschwinden lassen oder, noch schlimmer, ohne jede Anmerkung nachträglich verändern: durchweg) über WebCite dauerhaft archiviert. In beinahe allen Fällen sind die Zitate tagesaktuell, so dass auch das angegebene Datum eine Hilfe bei einer Suche sein kann. In wenigen Fällen werde ich jedoch auch auf meine älteren Archivierungen zurückgreifen und ältere Zitate bringen, dies insbesondere dann, wenn sich solche Rückblicke in das tagespolitische Geschehen fügen.

Ich wollte zu diesem Zweck ursprünglich eine Datenbank anlegen und ein spezielles Webfrontend für die Recherche bauen, aber der damalige tagespolitische Druck, schnell etwas anzufangen, ließ mich schließlich ein Blogsystem benutzen. Es ist erstaunlich, wie flexibel sich die Grundidee „Blog“ für andere Zwecke einsetzen lässt.

In beinahe allen Fällen steht zum Zitat — das übrigens hier niemals sinnentstellend verkürzt wird — ein Kommentar. Dieser kann eine erhebliche Länge haben, denn er soll auch Menschen mit geringeren technischen Kenntnissen ermöglichen, zu erkennen, warum meiner Auffassung im Zitat jemand vom Internet spricht wie ein Blinder vom Lichte. Dabei schrecke ich auch nicht vor eher technischen Beschreibungen zurück, bin aber stets darum bemüht, sie leidlich allgemeinverständlich zu halten und mit Links auf tiefer gehende Beschreibungen und Dokumentationen anzureichern, damit auch jemand mit erhöhtem Informationsinteresse etwas davon hat. Eine systematische Einführung in die technischen Grundlagen von Rechnernetzwerken kann ich dabei allerdings nicht leisten.

(Ich habe schon einmal an ein solches Projekt gedacht, das dann in Form eines systematisch aufgebauten Buches verfasst werden sollte und einem interessierten Einsteiger mit normaler Schulbildung genügend Einstieg geben sollte, um technische Dokumentationen der verwendeten Protokolle verstehen zu können. Ein solches Projekt ist allerdings eine Mordsarbeit, die ich zurzeit nicht „nebenbei“ bewältigen kann. Es steht aber dennoch auf meiner ToDo-Liste, da ich es angesichts der zurzeit erheblichen politischen Bedeutung für wichtig halte, dass möglichst jeder qualifiziert mitreden kann, wenn es um die Ausgestaltung des Internet geht.)

In meinen Kommentaren gebe ich mir gesteigerte Mühe, dass sie technisch und rechtlich korrekt sind und auf falsche Vereinfachungen verzichten. Für den technischen Aspekt kann ich halbwegs garantieren, allerdings bin ich kein Rechtsexperte, so dass da die eine oder andere Stellungnahme fehlerhaft sein kann. Der Ton ist häufig von der angemessenen ätzenden Ironie geprägt, die mir die teilweise idiotischen zitierten Auslassungen halbwegs erträglich macht. Einiges in den Kommentaren, insbesondere, wenn es um die gesellschaftliche Bedeutung der Technik geht, ist natürlich meine Meinung und versteht sich als Anregung an andere Menschen, sich ebenfalls eine Meinung zu diesem Themenkreis zu bilden (und dabei womöglich zu einer anderen Auffassung als meiner zu kommen, denn das Wort „Meinung“ kommt ja von „mein“, sonst wäre es eine „Deinung“).

Ich hoffe, dass diese kleine Sammlung von Zitaten, Informationen und Wertungen für möglichst viele Menschen nützlich ist.

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