Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

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Computerbild.de hat rausgekriegt, dass es Browser gibt!

Screenshot Computerbild.de -- Schlagzeile -- Opera, Pale Moon, SeaMonkey und Co: Der Internet Explorer ist tot: Interessante Browser-Alternativen im Überblick -- Microsoft stellt die Weiterentwicklung des Internet Explorers ein. Für Fans des alten Microsoft-Browsers hat Computerbild lohnenswerte Alternativen herausgesucht

Ich gratuliere der bekannten Fachzeitschrift “Computerbild” zu ihrer gülden glitzenden journalistischen Glanzleistung, mit sicherlich großem Aufwand recherchiert zu haben, dass es inzwischen mehrere so genannte Webbrowser gibt und dass man deshalb nicht auf den von Microsoft zu Windows mitgelieferten Browser angewiesen ist und gehe ansonsten wortlos von dannen, damit ich hier nicht auch noch mit ätzendem Spott beginne…

Quelle des Screenshots: Internet

Internet der Dinge für Flugzeuge

Wenn Flugzeuge künftig mit Internet ausgerüstet sind, sollten wir einen Kommunikationskanal zur Bodenkontrolle außerhalb des Cockpits einrichten […] Die Bodenkontrolle sollte durch Internet-Kameras ins Flugzeug schauen können […] Auch die Bodenkontrolle muss künftig in der Lage sein, Cockpit-Türen über das Internet von außen zu öffnen

Thomas Jarzombek, CDU, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Digitale Agenda, Mitglied im Verkehrsausschuss. Sollte der in meinen Augen leider sehr wahrscheinliche Fall eintreten, dass der von Fefe referenzierte Newsticker eines Presseproduktes in Kürze aus dem Netz verschwindet oder hinter einer Paywall gesteckt wird, ist hier ein Link auf eine dauerhaft archivierte Version der Quelle.

Der Alarmknopf verleiht der (jetzt schon halb verhungerten) Hoffnung Ausdruck, dass Herr Jarzombek nicht auch noch beabsichtigt, dass in Zukunft auch ein Sinkflug von außen über das Internet eingeleitet werden könne.

Härtestmöglicher Datenschutz

Dobrindt wies die Bedenken zurück. “Wir haben die härtestmöglichen Datenschutzregeln in unser Gesetz aufgenommen, die wir in Deutschland kennen”, sagte er der “Bild”-Zeitung

Alexander Dobrindt, indirekt zitiert nach Tagesschau.de — Kritik an Pkw-Maut: Dobrindt verspricht Datenschutz [Dauerhaft archivierte Version]

Ein Video anstelle eines Kommentares

Direktlink zum Video — und sorry, es fällt mir wirklich schwer, ernst zu bleiben.

Kleine Anmerkung für alle, die immer noch nicht lachen, weil sie das Lächerliche daran nicht verstehen: Der beste und einzig wirksame Datenschutz besteht in Datenvermeidung — also im genauen Gegenteil einer weiträumig aufgestellten Überwachungsinfrastruktur durch Kameras und Kfz-Kennzeichen-Scans, die zur Mauterhebung mit großen Datenbanken abgeglichen werden muss. Wer schon einmal in Frankreich, Italien oder Spanien war, weiß, dass es durchaus möglich ist, eine Maut für die Straßenbenutzung zu erheben, ohne derartige Überwachungsinfrastrukturen aufzubauen. Angesichts der Tatsache, dass die “üblichen Verdächtigen” T-Systems, Siemens etc. den Auftrag für dieses Projekt… sorry… Großprojekt erhalten werden und in der Bimbesrepublik Deutschland wieder einmal Verträge bekommen werden, die einen Regress auch bei schwerwiegenden Versagen ausschließen und dass die letztlich entstehenden Kosten deshalb die ursprünglich projektierten Kosten um mindestens das Zehnfache übersteigen werden, wäre der Aufbau einiger zehntausend Mauthäuschen vermutlich auch billiger.

Eine Verbrecher-Software

Bei Skype handelt es sich um eine inhaltsverschlüsselnde Kommunikationssoftware, welche u. a. häufig von Akteuren aus dem Bereich der organisierten Kriminalität und des Cybercrimes genutzt wird

Klaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Beauftragter für die Geheimdienste der BRD

Ohne Worte.

cp ist rechtswidrig

Im vorliegenden Fall ist festzustellen, dass die Voraussetzungen des Art. 5 Abs. 5 der Richtlinie 2001/29 im Rahmen des anwendbaren nationalen Rechts angemessen berücksichtigt sind. Denn aus § 52b UrhG geht erstens hervor, dass die Digitalisierung von Werken durch öffentlich zugängliche Bibliotheken nicht dazu führen darf, dass den Nutzern auf den eigens eingerichteten Terminals mehr Exemplare eines Werks zur Verfügung stehen, als diese Bibliotheken im analogen Format angeschafft haben

Aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 11. September 2014, Az.: C-117/13

Kurzkommentar

Es wäre ja auch schrecklich, wenn der größte Vorteil digitaler Daten — ihre verlustfreie und sehr preisgünstige Kopierbarkeit — im Alltag der Menschen zum Tragen käme; an seine Stelle haben Zählungen beim Öffnen und Schließen von Dokumenten in Leseanwendungen zu treten. An den Datensichtgeräten zum Literaturgenuss in europäischen Bibliotheken soll man zukünftig allen Ernstes so etwas wie “Hallo, kannst du beim Lesen mal Pause machen, ich möchte auch mal drankommen” hören. So soll es nicht nur nach (grundsätzlich eher hirnrissigen) Neuland-Gesetzen der BRD, sondern auch nach dem Rechtsverständnis des Europäischen Gerichtshofes unter dem Banner der hl. Kuh des “Geistigen Eigentums” in die digitale Zukunft gehen.

Nun, das ist eine… ähm… interessante Vorstellung von der Zukunft.

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