Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Stoppschild für Schaufenster

Wo normalerweise Bäckereien und Bekleidungsgeschäfte mit Auslagen für ihre Ware werben, war alles schwarz. Mehr als 50 Geschäfte verhüllten ihre Schaufenster und Auslageflächen mit einer dunklen Folie. Es war ein stummer Protest der Geschäftsleute, die sich als lokaler Einzelhandel immer mehr durch das Internet verdrängt sehen

[…]

„Die symbolische Ödnis an diesem Wochenende zeigt doch eindrucksvoll, wie eine Innenstadt ohne unsere Geschäfte aussähe“, erklärt Robben. Er rechnet mit verlassenen Häuserblocks und ungeschmückten Straßenpassagen. Außerdem fielen Spenden an lokale Kultur- und Sportvereine weg.

RP-Online — Verhüllte Schaufenster in Tönisvorst: Händler protestieren gegen Internet-Käufer

Schwarze Schaufenster und über den Qualitätsjournalismus transportierte apokalyptische Visionen von geradezu postnuklear entvölkerten Städten, das wird ganz bestimmt helfen… :mrgreen:

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3 Antworten

  1. na, so völlig absurd ist das ja nicht. Ob das Internet daran schuld ist oder die sinkende Massenkaufkraft, ist eine andere frage…aber es gibt jede Menge Innenstadtareale in Deutschland wo ein erheblich zunehmender Leerstand durchaus beklemmend wirkt.

    15. Juli 2013 um 15:10

  2. Störgröße

    Als armer Mensch kaufe ich mir Vieles im Internet, da ich mir die Läden nicht leisten kann.
    Hey, ich krieg 5,80€/h! :-)))
    Ach, moment, da wollte ich mal von Amazon weg und meine Bücher im Laden kaufen, aber da hieße jaa, da müssen wir erst bestellen und das kann über ne Woche dauern und … naja, eigentlich habe ich gemerkt, das ich da unerwünscht war.
    Ja, was machen wir denn da, die Läden können ja nicht zwangssubventioniert werden.
    Sie sehen zwar schön aus, aber in einer Stadt wie meiner, in der sogar 1-€-Läden pleite gehen. In der die jungen Leute in den Westen flüchten … nun, der Letzte macht das Licht aus.
    War da nicht neulich was, eine Straße, in der sie die Schaufenster mit Folien beklebten, die wie volle Läden aussahen.

    15. Juli 2013 um 15:34

    • Die gab es in Nordirland, diese potemkinschen Läden, damit die hohen Herren und Herrinnen beim G8-Gipfel nicht die Folgen ihrer Politik anschauen mussten. Wie bitter.

      15. Juli 2013 um 18:23

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