Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Ganz spezielle Spezialprogramme

Zahllose ausgediente Handys, Laptops und Computer landen jedes Jahr im Müll, werden weiter verkauft oder verschenkt. Und mit Ihnen nicht selten auch die ganz persönlichen Daten der Nutzer. So gelangen zum Beispiel Fotos, Bewerbungsunterlagen, Briefe oder auch sehr sensible Daten wie Passwörter in die Hände von Fremden. Denn um Daten zuverlässig zu löschen sind oft Spezialprogramme nötig

Was auf dem Computer nicht mehr gebraucht wird, landet im virtuellen Papierkorb des Rechners. Wird der geleert, sind die Daten verschwunden. Wirklich gelöscht sind sie damit aber nicht, sondern einfach nur oberflächlich nicht mehr sichtbar. Wer es drauf anlegt, kann so gelöschte Daten ganz einfach mit Hilfsprogrammen wieder ans Tageslicht holen. Rechner, die entsorgt oder weitergegeben werden, sollten deshalb vorher mit spezieller Software bearbeitet werden. Wie das funktioniert, erfahren Sie im großen Yahoo!-Ratgeber „So löschen Sie Daten zuverlässig“

Yahoo — „PC, Handy und Internet: Daten richtig löschen“ von „Max Klüger“
Hervorhebungen aus dem Original

Kurzkommentar

In der Tat, um einen Datenträger richtig platt zu machen, reicht es nicht, die Dateien einfach nur zu löschen. Dabei wird nämlich nur der Verzeichniseintrag entfernt, während die Daten auf dem Datenträger bleiben.

Wer Lust hat, Yahoo dafür zu bezahlen, kann dann auch erfahren, für welche ganz spezielle Spezialsoftware er sein Geld ausgeben soll, um die Platte vorm Wegwerfen oder Weitergeben richtig zu löschen. Das frei verfügbare dd aus dem Unix-Neolithikum wird wird wohl nicht zu den Empfehlungen gehören, obwohl ein Hochfahren eines Live-Linux und ein schnell mit root-Rechten an der Kommandozeile getipptes¹…

# dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=16M

…diese Kleinigkeit erledigt, indem die gesamte Festplatte mit Zufallsbytes überschrieben wird. (Natürlich ohne mit einer Warnung zu nerven, deshalb vorher noch mal nachschauen, ob dort auch wirklich das richtige Device angegeben wurde…) Je nach Größe der Festplatte kann das natürlich ein bisschen dauern.

Ich werde jetzt kein Geld dafür ausgeben, den gesamten Yahoo-Text lesen zu „dürfen“, wenn schon der Anriss wie ein geistloses technodadaistisches Gestammel formuliert ist², aber ich wette darauf, dass dort in typischer redaktioneller Schleichwerbung ein kommerzielles Produkt angeboten wird, das auch keine andere Leistung vollbringen kann.

¹Dieses # ist der Prompt, keine Eingabe

²Ich würde einen höheren Betrag darauf wetten, dass der Text algorithmisch erzeugt wurde, dass er also von einer Software geschrieben wurde. Kein Mensch würde so einen schlechten Text schreiben, der das Plattmachen von Festplatten, das Löschen von Cookies, das Abmelden von Webdiensten und die besten Lampen unter einem Hut zu bringen sucht.

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3 Antworten

  1. Bio

    Lustig auch. Zum löschen sind „Spezialprogramme“ nötig. Zum wiederherstellen geht das ganz einfach mit „Hilfsprogrammen“. Das das auch mit den ganz einfachen Hilfsprogrammen gar nicht immer soooo einfach ist. Das…… ach ……. egal ……

    Axo:
    Was hast Du eigentlich „immer“ mit dem wetten? Sorry, aber das ist doch echt etwas Banane…. Das hast Du doch gar nicht nötig, so irgendwie glaubhafter zu wirken.

    16. Mai 2013 um 17:11

    • Was hast Du eigentlich “immer” mit dem wetten?

      Miese Angewohnheit… 😉

      16. Mai 2013 um 19:17

      • Bio

        Ja, die eine oder andere habe ich auch 🙂

        Ist mir heute halt einfach aufgefallen 😉

        16. Mai 2013 um 21:15

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