Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Geistiger Diebstahl

Der Verstoß gegen die Grundprinzipien der Zitierpflicht habe „schon manchen Wissenschaftler um Ehre und Karriere und manchen Prüfungskandidaten um den Erfolg seiner Bemühungen gebracht. Und das ist gut so“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag aus dem das Heft. Geistiger Diebstahl sei kein Kavaliersdelikt

Frankfurter Allgemeine — Plagiatsvorwurf: Schavan wird wohl den Titel verlieren

Kurzkommentar

Mit Verlaub, Frankfurter Allgemeine! Es geht hier keineswegs, auch wenn dieses Wort besser in die Kriminalisierungsbestrebungen der „Qualitätsjournalisten“ zur Ergänzung der Propaganda für die Einrichtung eines so genannten „Leistungsschutzrechtes“ passt, um einen „Geistigen Diebstahl“ oder auch nur um „Geistiges Eigentum“. Es geht bei der Untersuchung der Dissertation von Frau Noch-Dr. Annette Schavan vielmehr entweder um vorsätzlichen wissenschaftlichen Betrug oder — im weniger anrüchigen Falle — um mangelnde Sorgfalt beim Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit. Beides kann mit gutem Recht zur Aberkennung eines akademischen Grades führen. Beides wirft überdem ein ungutes Licht auf eine amtierende Ministerin, deren Ressort ausgerechnet „Bildung und Forschung“ ist. Die Art und Weise, wie ihr in eurem Blatt, das als Organ für das „Bildungsbürgertum“ gilt, solche begrifflichen Kategorien durchmischt, um etwas Agitation aufzuführen, ist für eurer sonstiges Niveau ausgesprochen peinlich und dürfte sogar einen erheblichen Teil eurer Stammleserschaft befremden.

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