Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Das tun Presseverleger niemals!

Wir blicken in eine düstere Zukunft. So sieht es aus, wenn Netzmonopolisten Politik machen. Mal eben die Homepage zu benutzen, um Stimmung für die eigene Sache anzufachen – das würden sich die Verlage niemals leisten. Wenn sie es täten, würde ein Sturm der Empörung über sie hereinbrechen. Zu Recht! Googles Monopolisten-Meinungsmarkt dagegen wird durch nichts kontrolliert. Plattformregulierung, Pressekodex, Pressegesetze – alles Fehlanzeige.

Christoph Keese, Lobbyist für die Axel Springer AG

Ganz kurz nur

Die offenen Lügen des Herrn Keese werden durch die Penetranz ihrer gebetsmühlenhaften Wiederholung nicht wahrer — nur noch ein bisschen lächerlicher dadurch, dass er Betreiber von Websuchmaschinen inzwischen als Taliban betitelt und damit als irrational-religiöse Mörder- und Terroristenbande.

Die Verlage würden es sich niemals leisten, ihre Publikationsstruktur für Propaganda in eigener Sache zu benutzen? Interessant! Und für eine Websuchmaschine sollen Richtlinen und Gesetze für die Presse gelten? Zum Beispiel dieser ominöse Pressekodex, den die Bildzeitung als wohl bekanntester „qualitätsjournalistischer“ Auswurf der Axel Springer AG vermutlich jeden verdammten Tag mit ihrer emotional manipulativen Blutberichterstattung ignoriert? Interessant! Warum nicht auch gleich noch hinterher für ein Telefonbuch? In Deutschland sind schon Leute für viel geringere Realitätsverluste zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen worden. Die waren allerdings auch keine hochbezahlten Propaganda- und Lügenmietmäuler für die Verlegerbrut.

Nachtrag, 21:15 Uhr

Von Heribert Prantl bei der Süddeutschen bis Michael Hanfeld bei der FAZ scheint kein Journalist ein Problem damit zu haben, dass die eigene Branche und ihr Gesetzesvorhaben von einem Lügner vertreten werden.

Das glauben Sie nicht? Warum wird dann sonst nirgends — lassen Sie mich das wiederholen: nirgends –, in keinem Artikel von SZ über Zeit bis FAZ, darauf hingewiesen, dass auf Seiten der Befürworter des geplanten Leistungsschutzrechts immer wieder gelogen wird? Diese Tatsache scheint den Kämpfern für die Presse keinen Halbsatz wert zu sein.

neunetz.com: Axel-Springer-Lobbyist Christoph Keese lügt — Bitte dort weiterlesen…

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Eine Antwort

  1. Pingback: Offener Brief an die Presseverleger und ihre Schergen (Journalisten) | Elias Schwerdtfeger

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