Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Die klaren und verständlichen Bedingungen

Nach Ansicht facebooks, so Allan, seien sowohl Fanpages als auch der Like-Button sehr wohl von der Privacy Policy abgedeckt. Überhaupt hätte facebook eine der klarsten und verständlichsten AGB im Internet

Richard Allen für Facebook vor einem Ausschuss in Schleswig-Holstein

Kurzkommentar

„Klar und verständlich“ nennt Facebook das, und wer wissen möchte, was nach seiner Registrierung mit seinen Daten geschieht, tja, der muss sich absurderweise zunächst einmal registrieren, um die „klaren und verständlichen“ Bedingungen nachlesen zu können. Es steht leider zu befürchten, dass diese Kleinigkeit der Marke „Wir schließen einen Vertrag, du stimmst jetzt rechtsverbindlich zu und ich erkläre dir hinterher erst die Inhalte“ von etlichen Teilnehmern einer solchen Gesprächsrunde gar nicht bemerkt wird. Ich bin mir sicher: In jedem anderen Geschäftsfeld als dem Angebot einer Web-Zwo-Nullklitsche würden derartige Geschäftspraktiken offen als sittenwidrig, wenn nicht gar als kriminell bezeichnet, und derartige „Verträge“ wären entweder vollends nichtig oder doch zumindest die derart untergejubelten Punkte unwirksam. Nur, wenn derartiges im Internet geschieht, bricht auf einmal die große Blindheit aus.

6 Antworten

  1. Die Fratzenbüchler lesen deinen Blog: Bei mir geht’s ohne Registrierung. Und „… mit deinen Freunden …“ steht auch nicht mehr drüber.

    8. September 2011 um 17:15

    • Hui, das mit den Freunden stimmt, die sind jetzt weg und zu „Menschen in meinem Leben“ geworden. Lustig.

      Aber der Link auf die Datenschutzrichtlinien in dem Layer ist immer noch eine Seite, die nur ein angemeldeter Benutzer sehen kann.

      Hey, Facebook, wenn ihr hier mitlest, denn ändert die Kleinigkeit auch noch! So eine Seite nichtöffentlich zu machen, ist schlichtweg absurd.

      8. September 2011 um 17:19

      • Eigenartig! Ich mache wohl was falsch – ich rief die Seite facebook.com/about/privacy direkt auf.

        8. September 2011 um 17:21

      • Stimmt, der geht. Absurdes Theater!

        8. September 2011 um 17:25

  2. Vielleicht braucht man die „Anmeldung“, um den tollen Facebookframe drumrum richtig sehen zu können? Oder Facebook braucht dringend mehr Daten, um gegen Google ankommen zu können. 😉

    8. September 2011 um 17:47

  3. Pingback: Facebook kann mich mal | Der Dwarslöper

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