Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Kommerzplattform Abgeordnetenwatch.de

Als medienpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion unterstütze ich freie Meinungsäußerung und-bildung gerade auch durch das Internet. Mit der Kommerzialisierung dieses Anliegens leistet „abgeordnetenwatch.de“ der demokratischen Meinungsbildung vor Wahlen einen überaus kritikwürdigen „Dienst“, den ich nicht bereit bin zu unterstützen!

Christian Goiny, CDU

Kurzkommentar

Das macht Herr Goiny denn lieber über die unkommerzielle und massiv werbeverseuchte Berliner Morgenpost, die unkommerziellen und massiv werbeverseuchten Potsdamer Neuen Nachrichten, die unkommerzielle und massiv werbeverseuchte BZ und vielleicht sogar noch ein bisschen lieber in einigen Periodika, in deren Online-Präsenz ein Interessierter vorm Lesen der Auslassungen Herrn Goinys Geld bezahlen muss. Das für Leser und Politiker kostenlos zu verwendende Abgeordnetenwatch (das sich leider über Werbung zu finanzieren beabsichtigt, diese Werbung jedoch für Leser abschaltbar machen will) ist hingegen eine Kommerzialisierung der freien Meinungsäußerung. Meinen Glückwunsch zu diesen Einsichten! Eines ist bei der Journaille gewiss anderes: Dort wird Mitgliedern der CDU nicht noch ein Obolus dafür abgenommen, wenn sie sich zusätzlich werbewirksam selbst inszenieren wollen.

Eine Antwort

  1. Na, den Kommentar hat wohl jemand geschrieben, der völlig blind ist! Ob und was Zeitschriften aus dem politischen Geschehen Berichten, entzieht sich meinem Einfluss. Wäre ja schlimm, wenn ich dort Berichterstattung kaufen könnte! Die freie Presse ist in unserer Gesellschaft notwendig. Ich habe mich bei abgeordnetenwatch darüber geärgert, dass dort mit dem Interesse von Bürgern an Politik Geld (ist ja gerade für Politiker nicht kostenlos!) verdient wird. Den Bürgern wird vermittelt, nur dort erhalten sie unkompliziert direkte Antworten der Kandidaten auf ihre Fragen und den Kandidaten wird suggeriert, sie seien außen vor, wenn sie da nicht löhnen und mitmachen. Und die Einnahmen dürften die Kosten wohl deutlich überschreiten, da ja die Software bei jeder Wahl verwendet wird und man sich die Adressen der Kandidaten von den Parteien zusenden läßt. Um nicht falsch verstanden zu werden: Nichts gegen das Geschäftsmodell – nur dann nicht so ein „Gutmenschentum“ vorgaukeln. Politische Informationen über Kandidaten und Gewählte gibt es im Netz auch kostenlos und mit besseren Kontaktmöglichkeiten als denen von abgeordnetenwatch. Wozu braucht der „mündige Bürger“ hier einen Vermittler? Hier brauchen wir nun wirklich keine Kommerzialisierung im Netz!

    5. Oktober 2011 um 23:16

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