Sie reden vom Netz wie Blinde vom Licht

Besser als Musikpiraterie

Oh, Frau Claudia Frickel bei Focus Online scheint ein bisschen durcheinander zu sein und weiß deshalb gerade nicht mehr so genau, was der Unterschied zwischen einer geschalteten Anzeige und dem redaktionellen Teil ist, so dass solche Werbebeiträge entstehen:

Revolution des Internets startet morgen: Spotify: Plattform, die besser ist als Musikpiraterie

Nun, diese Verwechslung ist beim Focus so häufig geworden, dass wohl niemand mehr weiß, was wohin gehört. Ein gutes Mittel gegen die Adblocker ist das…

Für andere Menschen stellt sich indessen die Frage, worin jetzt die “Revolution” bestehen soll? Etwa darin, dass ein “Spotify”-Account fest an einen Facebook-Account gebunden wird, und dass sämtliche Angaben über gehörte Musik zentral bei Facebook zusammenfließen, um dort dauerhaft gespeichert zu werden…

[...] Unsere Idee war und ist: Die URL ist die neue MP3. Dann kam Facebook hinzu: Das Online-Netzwerk hat sich zur sozialen Infrastruktur im Netz entwickelt. Unsere Visionen passen gut zusammen – wir schaffen eine soziale Musikplattform, Facebook ist das soziale Internet. Deshalb arbeiten wir seit Herbst eng mit Facebook zusammen und haben eine bessere Integration umgesetzt. Wenn ein Freund bei Spotify ein Lied hört, sehe ich das auf Facebook, kann den Song anklicken und direkt hören

…und zu einem hervorragenden Profil eines Facebook-Nutzers zusammengesetzt zu werden. Denn der Musikgeschmack verrät wirklich viel über den Menschen.

Insofern ist das besser als die so genannte “Musikpiraterie” und vielleicht sogar eine “Revolution”, aber eben nicht gerade für die Nutzer. Eher schon für Werber und sonstige Datenschnüffler.

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4 Antworten

  1. Bio

    LOL
    “soziale” Musikplattform.
    Ja genau 0,001312 Cent pro Stream für den Künstler, das ist wahrlich (noch unter) “Sozial”hilfeniveau!!
    Man rechne mal kurz. Um nur 100Euronen damit zu bekommen.
    100 / 0,01312 = 76219,512195121951219512195121951 Streams (pro Monat? Pro Woche? Pro Tag? Pro Stunde?????)

    LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL

    Ach ich vergas. Unbekannte Künstler will man da eh nicht haben und schon gar nicht solche, die keine horrende Summen für Marketing usw. ausgeben können und / oder wollen und schon gar keine die nicht ihre “Seele” an die MI verkauft haben.

    Hier wird da noch genauer aufgeschlüsselt und gerechnet.
    “Je digitaler, desto ärmer – Streams: Das Hartz IV unter den Vergütungsmodellen”

    Geht doch einfach sterben ihr Ausbeuter und Datenhändler!

    13. März 2012 um 14:22

    • Bio

      Ups sry.

      das hier:
      100 / 0,01312 = 76219,512195121951219512195121951
      war falsch. richtig muss es so aussehen:
      100 / 0,001312 = 76219,512195121951219512195121951

      13. März 2012 um 14:25

  2. Bio

    Ach und mal abgesehen von den Künstlern – wie sieht es mit den Usern aus.
    Aus deiner zitierten Werbung ähhhhmmmm dem Artikel.

    “[...]Wir haben drei Modelle, zwischen denen jemand wählen kann. Das erste ist Spotify Free, das komplett kostenlos ist. Damit hat man unbegrenzten Zugriff auf alle 16 Millionen Songs und kann sie oft spielen, wie man will. Dieser kostenlose Teil ist ein entscheidender Aspekt unseres Konzepts….[...]“

    Aus den aktuellen Nutzungsbedingungen:
    http://www.spotify.com/de/legal/end-user-agreement/

    “[...]Der Spotify-Service steht in folgenden Versionen zur Verfügung: als eine durch Werbung finanzierte, für den Nutzer kostenfreie Serviceleistung, bei der es während der ersten 6 Monate nach Einrichtung Ihres Spotify-Kontos keine monatliche Obergrenze hinsichtlich der Spieldauer oder der Anzahl der Abspielungen eines bestimmten Titels gibt und die Spieldauer danach auf maximal 10 Stunden monatlich und maximal 5 Abspielungen pro einzelnem Titel begrenzt ist (der „Free Service”)[...]“

    Ahja, komplett kostenlos mit unbegrenztem Zugriff auf alle … blahfasel…. so oft man will…… blahfasel……

    Und wie in gewohnter Manier gibt es da auch noch den superduper 30-tägigen kostenlosen (PREMIUM anfix) Test (http://www.spotify.com/de/legal/new-30-days-free-trial-terms-and-conditions/)

    “[...]Sofern Sie den Premium Service von Spotify nicht rechtzeitig kündigen, wird Ihnen automatisch eine monatliche Gebühr für den Premium Service von Spotify berechnet und Ihnen wird für jeden weiteren Monat eine Gebühr berechnet, sofern Sie den Premium Service von Spotify nicht wie vorstehend geregelt kündigen.[...]“

    Oh man LOL – das ist alles SOOOO neu – eine REVOLUTION!

    13. März 2012 um 20:24

  3. Pingback: Nachtwächter-Blah » Wofür das mit dem Streaming gut ist? Zum Beispi…

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